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Bürgerinfo Liebe Mitbürger... ...sicherlich haben Sie sich über einige Dinge bezüglich der Feuerwehr schon Gedanken gemacht. Sei es das laute Tatüü Tataa mitten in der Nacht, wo sowieso niemand unterwegs ist, oder wie setze ich einen Notruf richtig ab, wenn wirklich mal was passiert ist. Wie war das eigentlich mit dem Feuerlöscher und warum sollte man eigentlich Rauchmelder im Haus haben? Dieses und einiges mehr wollen wir Ihnen auf dieser Seite erläutern. Sollten Sie darüber hinaus noch Fragen zu anderen Themen bezüglich der Feuerwehr haben, informieren wir Sie jederzeit gerne. Ihre Feuerwehr Schönau Notruf: Ob bei einem Feuer, einem Unfall oder einer anderen Notsituation, seit 15. Juni 2010 gilt für den Rettungsdienst und die Feuerwehren Bayerns der einheitliche Notruf 112. Für die Landkreise Mühldorf, Altötting, Traunstein und das Berchtesgadener Land werden die Feuerwehren von der ILS (Integrierte Leitstelle) Traunstein alarmiert. Wählen Sie die oben genannte “Notrufnummer 112” so wird Ihr Anruf von der ILS Traunstein entgegengenommen. Der Notruf 112 und die Feuerwehr stehen untrennbar für schnelle und professionelle Hilfe an jedem Ort. Diese schnelle Hilfe kann aber nur wirksam werden, wenn Augenzeugen eines Unfalls, eines Brandes oder eines anderen Schadensereignisses sofort Hilfe rufen und anschließend bei Unfällen sofort erste lebensrettende Maßnahmen ergreifen. Folgende Angaben sollte ihr Notruf enthalten: • Wer ruft an? • Was ist passiert? • Wo ist es passiert? • Wie viele Verletzte gibt es? • Warten Sie auf Rückfragen der Leitstelle! Ungenaue Ortsangaben oder unzureichende Beschreibungen der Situation verzögern den Einsatz der Hilfskräfte. Leisten Sie den Anordnungen des Disponenten der Leitstelle unbedingt Folge. Ein richtig abgesetzter Notruf könnte sich so anhören: Mein Name ist Michael Maier, ich möchte einen schweren Verkehsunfall auf der B20 auf Höhe des Campingplatzes Mühlleiten melden. Zwei Personen sind verletzt, eine davon ist eingeklemmt und konnte noch nicht befreit werden. Haben Sie Rückfragen? Blaulicht und Martinshorn: Stellen Sie sich vor Sie wohnen neben dem Feuerwehrhaus oder in der Waldhauserstrasse und mitten in der Nacht fährt die Feuerwehr mit Tatüü Tataa an Ihrem Haus vorbei. Sie werden wach und was denken Sie? • Hoffentlich kann die Feuerwehr noch rechtzeitig helfen! • Was wird wohl passiert sein? • Sind unsere Kinder alle zu Hause? oder denken Sie vielleicht doch: • Müssen die denn unbedingt so einen Lärm machen? Wird die Feuerwehr alarmiert, entscheiden oftmals Minuten über Leben und Tod. Sei es bei Verkehrsunfällen, oder bei einem Kleinbrand der sich schnell zu einem Großbrand entwickeln kann und enorme wirtschaftliche Schäden hinterlässt. Aus diesen Gründen muss die Feuerwehr schnellstmöglich die Einsatzstelle erreichen. Dabei werden die Sonderrechte nach § 35 und Wegerechte nach § 38 der Straßenverkehrsordnung in Anspruch genommen. Stellen Sie sich vor, dass die “krachmachenden” Feuerwehrleute vor 5 Minuten selbst noch in ihren Betten lagen, wie Sie, und dass sie am nächsten Morgen um 7 Uhr wieder zur Arbeit müssen, wie Sie. Wenn sie vom Einsatz nach Hause kommen, werden sie wahrscheinlich die nächsten 2 oder 3 Stunden nicht einschlafen können. Aber wahrscheinlich werden Sie gar nicht wach, weil unsere Fahrer aus Rücksicht, trotz der §§ 35 und 38 der StVO das Martinshorn erst gar nicht eingeschaltet haben. Dachaufsetzer: Sicher ist Ihnen das schon mal passiert: Ein vermeintlich Verrückter fährt hinter Ihnen, womöglich noch mit Lichthupe und Warnblinkanlage und hat es sehr eilig. Wenn derjenige auch noch einen Dachaufsetzer mit der Aufschrift “Feuerwehr im Einsatz” auf seinen Fahrzeug hat, handelt es sich um einen Feuerwehrkameraden der möglichst schnell ins Feuerwehrgerätehaus will um Ihnen zu helfen. Bei dieser Fahrt muss er sich nicht bindend an die Höchstgeschwindigkeit und an jedes Verkehrsschild halten, jedoch dürfen keine anderen Verkehrsteilnehmer gefährdet werden. Es besteht auch kein Wegerecht, dass Sie verpflichtet freie Bahn zu schaffen. Auch bei der Feuerwehr Schönau kommen solche “Dachaufsetzer” zum Einsatz. Sollten Sie  irgendwo oder irgendwann einmal in eine ähnliche Situation geraten, bitten wir Sie, dem Feuerwehrkameraden trotzdem die Vorfahrt zu gewähren, da er auf dem Weg ist das Leben oder Hab und Gut anderer zu schützen. Vielleicht warten ja auch Sie das nächste mal auf die Hilfe Ihrer Feuerwehr... Feuerlöscher: Durch den Einsatz von Feuerlöschern können Klein- und Entstehungsbrände wirkungsvoll bekämpft- und größere Sachschäden vermieden werden. Die in einem Feuerlöscher verwendeten Löschmittel sind aufgrund ihrer Wirkung für bestimmte Arten von Bränden geeignet. Diese sind in bestimmte Brandklassen unterteilt. Die Eignung ist auf jedem Löscher mittels eines Piktogrammes abgebildet und durch die Buchstaben  “A, B, C, D und F”  angegeben. Aus der Eignung des Feuerlöschers für die jeweiligen Brandklassen leitet sich auch der zeitliche Überprüfungsturnus ab. Einteilung der brennbaren Stoffe in die verschiedenen Brandklassen:
Brennbare feste Stoffe z.B. Holz, Kohle, usw.
Brennbare flüssige Stoffe z.B. Benzin, Öl, usw.
Brennbare gasförmige Stoffe z.B. Erdgas
Brennbare Metalle z.B. Aluminium, Eisenspäne, usw.
Brennbare Fette z.B. Speisefett, Kerzenwachs, usw.
Feuerlöscher im Straßenverkehr: Ein PKW sollte einen 2 Kg Löscher mitführen, da ein kleinerer, ebenfalls im Handel erhältlicher Löscher für einen Ungeübten kaum einen Löscherfolg bringt. Außerdem sollte er griffbereit, leicht und schnell zugänglich (z.B. unter dem Fahrersitz) angebracht sein. Bei einem LKW sollte mindestens ein 6 Kg Löscher mitgeführt werden. Rauchmelder: Die Lebensretter für ihre Wohnung Jährlich kommen in Deutschland ca. 600 Menschen bei Bränden ums Leben. 80 Prozent  dieser Opfer sterben in ihrer eigenen Wohnung und ein Drittel der Opfer sind Kinder. Bei den rund 200.000 Bränden im Jahr sind die meisten auf technische Mängel zurückzuführen (durchgeschmorte Kabel, Kurzschlüsse usw.). 95 Prozent der Brandtoten sterben nicht durch  die direkte Einwirkung der Flammen, sondern ersticken im giftigen Brandrauch. Unsere Empfehlung für ihre Sicherheit! Erwerben Sie für Ihre Wohnung oder Ihr Haus eine ausreichende Anzahl an Rauchmeldern. Diese bieten Ihnen bei einer Verrauchung sicheren Schutz und warnen Sie rechtzeitig durch einen unüberhörbaren Alarmton (ca. 60 Dezibel). So verbleibt Ihnen und Ihrer Familie noch ausreichend Zeit sich in Sicherheit zu bringen. Rauchmelder sind in den jeweiligen Fachmärkten schon ab € 10,00 zu erhalten. Da sie nur durch Batterien betrieben werden, ist die Installation denkbar einfach. Achten Sie beim Kauf auf alle Fälle auf das VdS Prüfsiegel. Alarmierung und Probealarm: Jeden ersten Samstag im Monat wird im Landkreis Berchtesgadener Land der Probealarm für die in den jeweiligen Gemeinden installierten Sirenen durchgeführt. Dies geschieht seit Juli 2010 immer um 10:30 Uhr und stellt die einwandfreie Funktion der Sirenen sicher um eine ordnungsgemäße Alarmierung zu gewährleisten. Da die Sirenen nur in Ausnahmefällen bzw. bei größeren Schadensereingnissen ausgelöst werden, bedient man sich schon seit vielen Jahren der stillen Alarmierung. Diese erfolgt über sogenannte Funkmeldeempfänger (FME) und kann die Einsatzkräfte im jeweiligen Funkverkehrskreis zu jeder Zeit erreichen. Alarmiert wird die Feuerwehr durch die Integrierte  Leitstelle in Traunstein (ILS). Bei einem Einsatz wird der Feuerwehr- mann durch ein akustisches Signal alarmiert, dem anschließend eine genaue Durchsage zum Einsatz folgt. Als Zusatzalarmierung wurde bei den Feuerwehren Schönau und Königssee schon vor einigen Jahren eine SMS Alarmierung eingeführt. Bei einer Alarmierung durch die ILS wird eine Alarmbox aktiviert und der Alarm in wenigen Sekunden an alle Wehrmänner mit Handy weitergegeben. Durch diese stille Alarmierung werden Sie als Gemeindebürger nicht unnötig belästigt und kriegen oft gar nicht mit, dass die Feuerwehr zu Ihrem Schutz mal wieder unterwegs ist. Nachdenkliches: Nehmen wir einmal an: Sie haben vergessen sich anzuschnallen und Ihr Auto fährt mit 80 km/h frontal auf einen Baum zu. Der Countdown der letzten Sekunde Ihres Lebens läuft in etwa wie folgt ab (Unfallforscher haben diese letzte Lebenssekunde rekonstruiert): • 1,0 Sekunden: Die Bremsen haben blockiert. Sie sind starr vor Schreck. Es gibt kein Ausweichen mehr. • 0,9 Sekunden: Mit weißen Knöcheln umklammern Sie das Lenkrad Ihres Fahrzeuges. • 0,8 Sekunden: Noch knapp 30 cm bis zum Baum. • 0,7 Sekunden: Die vordere Stoßstange und der Kühlergrill werden zermalmt. • 0,6 Sekunden: Mit 80 km/h rast Ihr Körper nach vorn, Sie wiegen jetzt mehr als 3 Tonnen und werden                           mit 20-facher Schwerkraft aus dem Sitz gehoben. Ihre Beine brechen in Höhe der Kniegelenke. • 0,5 Sekunden: Ihr Körper löst sich aus dem Sitz, der Rumpf ist starr aufgerichtet, die gebrochenen Kniegelenke werden                           gegen das Armaturenbrett gepresst. Umhüllung und Stahlfassung des Lenkrades biegen sich                           unter Ihren Händen. • 0,4 Sekunden: 60 cm des Autobugs sind total deformiert. Ihr Körper rast weiter mit 80 km/h; der Motor, fast eine                           halbe Tonne schwer, stößt in das Hindernis. • 0,3 Sekunden: Ihre Hände, in Todesangst starr verkrallt, biegen das Lenkrad fast vertikal, die Gelenke und Unterarme                           brechen wie Strohhalme. Durch die andauernde Schwerkraft werden Sie von der Lenksäule durchbohrt;                           Stahlsplitter dringen in den Brustkorb, reissen Löcher in die Lunge und zerfetzten die inneren Arterien.                           Blut dringt in  die Lungenflügel ein. • 0,2 Sekunden: Ihre Füße werden aus den Schuhen gerissen, das Bremspedal bricht ab, das Fahrgestell knickt in der Mitte ein.                           Ihr Kopf kracht gegen die  Windschutzscheibe. Sie haben nicht einmal mehr Zeit zu schreien. • 0,1 Sekunden: Das Auto krümmt sich, die Sitze haben sich aus der Verankerung gelöst, schnellen nach vorne und pressen                           Ihren Brustkorb unbarmherzig gegen die gesplitterte Lenksäule. Blut schießt Ihnen aus dem Mund;                           durch den Schock bleibt Ihr Herz stehen. • 0,0 Sekunden: Sie sind tot! Quelle: THW Journal Bayern, I/95
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